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Praxistest JBL Testlab Marin - Eintrag vom 26.08.2013

Viele Aquarianer, die sich zum ersten Mal ein Aquarium gönnen, werden zwangsläufig über eine Vielzahl an Testkits stolpern.

Ich möchte euch heute den Testkoffer von JBL, auch genannt Testlab Marin, vorstellen.

Der erste Eindruck

Die Optik macht schon einiges her, aber auch die Qualität des Koffers kann Überzeugen. Auch der Verschluss, Bombenfest und macht mir nicht den Eindruck als wolle er sich selbstständig öffnen, oder sich nur mit brachialer Gewalt schließen lassen.

Auch das innere Überzeugt schon beim ersten Blick. Das Kunststoff, in dem die Reagenzien geklemmt werden, ist hochwertig. Die einzelnen Fläschchen und Gläschen halten sehr gut im Deckel des Testlab´s. Auch scheint der verwendete Kunststoff von hoher Stabilität zu sein, zumindest macht es bei mir nicht den Eindruck dass das Kunststoff recht weich und knickfreudig ist. Ich denke das auch nach längeren Gebrauch die Fläschchen im Deckel bleiben und beim öffnen sich nicht am Boden des Koffers befinden.

Schaut man sich den Inhalt genauer an, ist man begeistert von der Vielzahl an Equipment das sich im inneren des Koffers befindet. Alles hat seinen Platz und wirkt sehr aufgeräumt, selbst die Bedienungsanleitung hat ein extra Fach im Boden des Koffers bekommen.

Es gibt eine Vielzahl an Reagenzien, wobei die häufig benutzen sogar doppelt vorhanden sind. Auch die Anzahl der Küvetten ist enorm, 10 Glasküvetten und 2 größere Kunststoffküvetten finden neben 3 Messlöffel und einem Küvettenhalter ihren Platz. Spritze in zweifacher Ausführung, Thermometer, Kugelschreiber, Wasseranalyseblatt (zum eintragen der Wasserwerte), Farbkarte und Bedienungsanleitung – alles da.

Die praktische Anwendung

Viel erklären zur praktischen Anwendung brauche ich eigentlich nicht, man sucht sich eines der vielen Reagenzien aus und führt die, dafür nötigen, Schritte aus. Im Grunde genommen läuft es immer nach dem gleichen Schema ab. Es werden mit Hilfe der Spritze eine bestimmte Menge an Aquarienwasser aufgezogen und in die Küvette gespritzt. Danach wird eine bestimmte Anzahl an Tropfen dazugegeben. Nach einer bestimmten Zeit entsteht ein Farbiger Niederschlag, diesen kann man anhand der Farbkarte zu einem Wert bestimmen. Auf der Farbkarte selber befindet sich auch eine Bebilderte Anleitung, mit den einzelnen Schritten, die zu tun sind. Diese Praxis ist leider nicht bei jedem Hersteller der Fall.

Im Testlab Marin sind alle wichtigen Tests für ein Meerwasseraquarium vorhanden.

  • PH 7,4-9,0
  • KH
  • CU
  • NH4
  • NO2
  • NO3
  • PO4
  • SiO2
  • Ca
  • Mg
  • O2

Somit sind alle relevanten Tests für ein Meerwasseraquarium vorhanden.

Fazit

Nie mehr einzeln. Das ist zumindest mein Fazit! Ich kann, einmal vom Preis abgesehen (alle Tests einzeln kaufen, wäre deutlich teurer), keinen Vorteil von Einzeltest erkennen. Außer man möchte verschiedenen Tests von verschiedenen Herstellern benutzen. Es ist alles aufgeräumt und alle wichtigen Tests sind auf einmal Griffbereit. Die Verarbeitung des Koffers ist absolut in Ordnung und dem Preis angemessen. Alle wichtigen Tests sind vorhanden und zusätzliche “Stellflächen” findet man im Koffer auch.

Noch eine Anmerkung, ich benutze schon seit Jahren die Testserie von JBL und bin für mich sehr zufrieden damit.

© Harald Ebert


Testbericht Dennerle CoolAir eco - Eintrag vom 29.07.2013

© Text und Bilder Kerstin Stanko - Crusta.de

 

Kurzer Erfahrungsbericht – Dennerle CoolAir eco

Der Kühler ist sehr stabil verbaut und lässt sich einfach an die Aquarienscheibe (Stärke max. 10 mm) anbringen. Wie man es schon von dem Dennerle Nano Light gewohnt ist, wird der Nano CoolAir einfach über eine Befestigungsschraube an der Scheibe befestigt.

Die Abdeckscheibe muss für die Benutzung des CoolAir entfernt werden. Der Temperaturfühler wird mit Hilfe eines Saugers von Innen an der Aquarienscheibe befestigt.

Durch den Temperaturfühler wird die Wassertemperatur gemessen und der CoolAir schaltet sich somit nur dann ein, wenn die von euch eingegebene Temperatur überschritten wird.

Über den Temperatur-Einstellknopf stellt ihr die zur haltende Temperatur ein.

Wird die von euch eingestellte Temperatur überschritten, springt der CoolAir sofort an und kühlt das Wasser, dieses geschieht nach dem Prinzip der “Verdunstungskälte”.

Über einen Kippschalter unterhalb des Gerätes habt ihr die Möglichkeit, zwei verschiedene Stufen auszuwählen. Bei Auswahl der Stufe 1 läuft der Kühler mit halber Leistung, auf Stufe 2 erbringt er die vollständige Leistung.

In dem folgenden Video ist der CoolAir auf Stufe 2 eingestellt und wie ich finde, hat er schon ordentlich Power unter seinem Gehäuse. Der Filter war zu diesem Zweck übrigens ausgestellt und die Wasseroberfläche wird nur durch den Kühler bewegt.

Noch einige technische Daten. Das Gerät ist 8,7 x 16,2 x 8,5 cm (B x H x T) groß und hat bei halber Leistung (Stufe 1) eine Leistungsaufnahme von 5 Watt, bei voller Leilstung (Stufe 2) von 7 Watt.

Die Temperatur in einem meiner Becken lag bei 28 Grad und der Dennerle CoolAir eco hat sie in relativ kurzer Zeit (habe leider vergessen auf die Uhr zu schauen) auf 25 Grad runter gebracht. Ich werde in den nächsten Tagen genaue Daten dazu posten.

Hier die Richtwerte zur Kühlleistung von Dennerle:

Ein sehr gutes Produkt, was wirklich 100 % das einhält, was beschrieben ist. Der Lüfter ist relativ leise und die Temperatursteuerung über den Sensor optimal gelöst. So läuft der CoolAir eco nur dann, wenn es wirklich notwendig ist. Top!


Testbericht Aqua Medic Blue 1000 - Eintrag vom 28.07.2013

© Text und Bilder Achim Schell

Wie ihr auf den Seiten zum 300l-Miniriff vielleicht gelesen habt, habe ich mich von meinem Deltec-Abschäumer relativ schnell wieder getrennt. Den Bericht zum MCE300 findet ihr hier.

Als Ersatz habe ich mir einen Aqua Medic Blue 1000 gekauft, den ich hier mal näher vorstellen will.

Ist sicherlich mein subjektiver Eindruck (beim Thema Abschäumer gehen die Meinungen ja immer weit auseinander); ob das Gerät etwas für euch ist, müsst ihr selber beurteilen.

Der Aqua Medic Blue 1000 ist ein Hangon-Abschäumer und lt. Herstellerangaben für Becken bis 500 Liter geeignet. Für meine 300 Liter also mehr als ausreichend.

Es gibt noch ein näherungsweise baugleiche Gerät Blue 3000 für Becken bis 1000  Liter.

Da ich kein Technikbecken besitze muss es ein Hangon-Abschäumer sein, was der Blue 1000 auch ist. Er kann aber auch direkt im Technikbecken aufgestellt werden.

Die Verarbeitung ist ordentlich; als Hangon wird der Abschäumer einfach über den Beckenrand gehängt und mit einer Schraube und Saugern als Dämpfer arretiert.

  An meinem Becken sieht das dann so aus.

Der schwarze Luftschlauch gehört nicht zum Lieferumfang. Er wurde von mir an den Dämpfer des Lufteinzugs montiert und mit dem anderen Ende in den Unterschrank gelegt, da mich der „Sound“ des Lufteinzugs doch gestört hat.

Der Dämpfer selber kann am Gehäuse oberhalb des Wasserstands befestigt werden; eine clevere Lösung, da dann bei einem Stromausfall kein Wasser zurücklaufen kann und das Zimmer mit Salzwasser flutet.

Die mitgelieferte Pumpe mit Mesh-Nadelrad (Nadelrad kombiniert mit Kunststoff-Geflecht (Mesh) liefert ein schönes, feinperliges Schaumbild und im Abschäumer landet bei richtiger Einstellung die gewünschte dunkelbraune, übelriechende Brühe ;) .
Die Pumpe hängt an 2 45-Grad-Winkeln und einem Stück Silikonschlauch einfach ins Wasser. Wichtig für eine optimale Funktion ist es, dass die Pumpe so nah wie möglich unterhalb der Wasseroberfläche platziert wird. Die Pumpe braucht 18W.
 
 
  Zulauf und Auslauf liegen nebeneinander. Den Auslauf habe ich ich man sehen kann, im 45-Grad-Winkel angebracht; bei senkrechter Montage knallt das Wasser doch sehr geräuschvoll gegen das Plexiglas-Rohr.
Hier mal ein Detailbild der Einstellung. Mit dem großen Drehknopf kann sehr einfach der Auslauf verringert werden, damit steigt dann der Wasserstand im Abschäumer und man kann entsprechend trockener oder nasser abschäumen.  
  Der große Schaumtopf lässt sich durch seine Form gut reinigen. Wenn bei maximalem Wasserdurchsatz der Schaum immer noch zu feucht ist, liefert Aqua Medic eine Verlängerung mit, die unter den Schaumtopf gesetzt wird. Ich benötige diese nicht (evtl. erforderlich, wenn der Abschäumer im Technikbecken betrieben wird).

An dem blauen Stopfen in der Mitte kann ein Schaumablauf angebracht werden.

So, und wie hat er sich nun bewährt?

Nach rund acht Monaten Betrieb kann ich dazu folgendes sagen:

Gut:

- das Abschäumergebnis ist sehr gut. Die Pumpe erzeugt ein sehr feinperliges Gemisch, so dass im Auffangbecher eine dunkelbraune Brühe ankommt

- Der Schaumbecher ist ausreichend groß; bei mir reicht eine Leerung einmal in der Woche

- einfachste Einstellung

- absolut wohnzimmertauglich. Ich hatte noch nie einen so geräuscharmen Abschäumer (geräuschlos ist nun mal nicht möglich; aber der Blue 1000 ist auch von meiner Regierung als „sehr leise und kann bleiben“ abgenickt worden)

Schlecht:

- im Hangon-Betrieb bilden sich in Ab– und Zulauf (wie man auch auf den Bildern sieht) Algen, da sie nun mal im Lichtkegel sind. Das ist zwar nicht schlimm, aber Zu– und Ablauf müssen regelmäßig demontiert werden und mit einer Schlauchbürste gereinigt werden. Dunkler Kunststoff wäre hier besser.

 

- auch nicht ganz optimal:

die Trennwand, unter der das Wasser zurückläuft. Der Deckel lässt sich nicht entfernen, die Trennwand auch nicht und daher ist der vordere Teil des Abschäumers sehr schwer zu reinigen.

Ich habe ihn nach ca. sechs Monaten mit Zitronensäure entkalkt (vorne wachsen gerne die Kalkalgen) und gesäubert; das ist aber eine recht lästige und zeitraubende Angelegenheit.

Mein Fazit:

Für einen Ladenpreis von aktuell ca. 110—120 Euro erhält man einen für meine Beckengröße (ob er wirklich 500l schafft weiß ich nicht, aber mein Becken bringt ihn nicht an die Grenzen) sehr guten Abschäumer, der effektiv arbeitet.
Ordentliche Verarbeitung und ein sehr leiser Betrieb begeistern mich auch. Die Ersatzteile (Läufergruppen und Dichtungen müssen halt irgendwann mal ausgetauscht werden; bei mir läuft aber noch alles im Original) sind relativ preiswert und dank der Markt-Durchdringung von Aqua Medic auch gut zu bekommen. Einzig bei ein paar Details zum Thema Reinigung und Wartung sind aus meiner Sicht noch verbesserungsfähig.

Zum Schluss noch zwei Tipps von mir:

Die Reinigung des Zulaufs auch im Inneren des Behälters funktioniert wunderbar mit einer Eheim-Schlauchbürste. Und wenn man die Dichtungen von Zu– und Ablauf nach dem Reinigen mit ein ganz wenig Vaseline versieht, bekommt man sie bei der nächsten Reinigung viel besser auseinander.



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Harald Ebert  

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